Die Zitadelle Spandau befindet sich im nordwestlichen Berlin. Spandau war einmal eine Stadt mit eigenem Recht und wurde schließlich in Berlin eingegliedert. Die Zitadelle wurde zwischen 1559 und 1594 erbaut und ersetzte ein früheres Gebäude aus dem Jahr 1200. Ein Teil der alten Gebäude, wie der Julius-Turm, wurden in das neue Gebäude integriert.
Die Zitadelle ist eine der am besten erhaltenen Beispiele einer Renaissance-Festung. Es wurde schwer beschädigt, als Napoleon angriff und sie 1806 zum ersten Mal eroberte und musste restauriert werden. Glücklicherweise wurde es während des Zweiten Weltkriegs nicht stark beschädigt, so dass Großteil der ursprünglichen Zitadelle noch intakt ist. Die Gemeinde Spandau wurde während des Krieges ebenfalls nicht stark beschädigt und viele ihrer mittelalterlichen Gebäude aus Holz sind noch in gutem Zustand
Die Zitadelle besteht aus vier Wälle oder Bastionen, welche die vier Ecken des Backsteinbaus ausmachen. Jeder der Bastionen hat einen Namen: König, Königin, Brandenburg und Kronprinz. Die meiste Zeit wurde es vom Militär oder als Staatsgefängnis genutzt.
Heutzutage wird es vor allem für kulturelle Veranstaltungen genutzt und zeigt mehrere historische Ausstellungen. Es ist vor allem berühmt für seine Sommer-Konzerte während des "Citadel Music Festival", welches viele bekannte internationale und nationale Künstler anzieht.
Das ehemalige Kommandantenhaus beherbergt heute das Heimatmuseum. In der Königs-Bastion können 70 mittelalterliche jüdischen Grabsteine besichtigt werden, hierzu muss man aber vorab buchen.
Eine Tour durch die herrliche Zitadelle Spandau, zusammen mit einem Besuch der benachbarten mittelalterlichen Stadt Spandau, sind sehr beliebt bei Touristen.
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