Im Jahre 1868 wurde das Kunstgewerbemuseum, das Museum für Angewandte Kunst, ursprünglich als Museum für zeitgenössisches Design errichtet. Aber es hat schon sehr bald eine neue Ausrichtung angenommen und es entstand eine vielfältige Sammlung von feiner Europäischer Volkskunst sowie Handwerks-und Industrie-Design, welche vom Mittelalter bis zur Gegenwart reicht.
Das Museum umfasst eine Fläche von ca. 7000 Quadratmetern und erstreckt sich über vier Etagen. Die meisten Epochen und Stile der angewandten Kunst sind gut vertreten.
Zeitgenössische Kunst und Kunsthandwerk befinden sich im unteren Erdgeschoss. Die nächste Etage zeigt meist feine Arbeiten, die oft von reichen und adligen Familien in Auftrag gegeben wurden. Hier werden auch viele exquisite Stücke aus der Zeit der Renaissance ausgestellt. Die oberste Etage widmet sich Kunstsammlungen von königlichen Höfen, Barock-und Rokoko-Sammlungen, exquisiten Möbeln und anderen seltenen und bedeutenden Sammlungen. Der dritte Stock ist zweckmäßiger und enthält das Informationszentrum.
Das Kunstgewerbemuseum konzentriert sich besonders auf das Handwerk des Mittelalters. Gezeigt werden Gegenstände wie Kleider, Stickereien und Wandteppiche, Möbel, Schmuck, Silberwaren, Porzellan und Glas. Es gibt auch eine brillante Sammlung kirchlicher Objekte, welche "Welfen-Schätze" genannt wird. Eines der Merkmale ist das Taufbecken von Kaiser Barbarossa. Dieses zeigt die erweiterten Fähigkeiten der Goldschmiede aus dieser Zeit.
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