Der jüdische Friedhof in Weißensee ist der größte seiner Art in Europa. Er erstreckt sich über 40 Hektar. Es wurde ursprünglich im Jahre 1878 auf Grund von Überfüllung anderer Berliner Friedhöfe angelegt.
Im zweiten Weltkrieg blieb der Friedhof relativ unversehrt. Nur rund 400 der Gräber wurden durch alliierte Bombenangriffe zerstört. Doch in den Jahren nach dem Krieg wurde der Friedhof vernachlässigt. Vor allem aufgrund der Tatsache, dass die meisten Mitglieder der jüdischen Gemeinde während des Holocaust entweder getötet wurden oder in andere Länder fliehen mussten.
Die Palette der Gräber reicht von einfachen bis hin zu sehr prunkvoll ausgestatteten tempelähnlichen Gedenkstätten reicherer Verstorbener. Mehr als 100.000 Menschen wurden hier beigesetzt. Wobei sich die Ruhestätten ärmerer Leute eher in der Mitte des Friedhofs und die reicher Verstorbener am Eingang und am Rande des Friedhofs befinden. Deshalb sind die beeindruckenden Grabstätten eher dort zu finden.
In der Nähe des Eingangs ist eine Gedenkstätte für die sechs Millionen, von den Nazis ermordeten Juden, als auch für die jüdischen Gefallenen des Ersten Weltkrieges.
Der Friedhof befindet sich im Nordosten von Berlin und ist täglich geöffnet, außer an Samstagen und jüdischen Feiertagen
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