Vor dem Zusammenbruch des ostdeutschen Staates verlief die Berliner Mauer entlang der Bernauer Strasse. Die Bernauer Straße wurde hauptsächlich durch die zahlreichen, an dieser Stelle unternommen Fluchtversuche bekannt. Die Menschen versuchten aus den Wohnungen auf der einen Seite der Strasse heraus von Ost nach Westberlin zu springen.
Aufgrund dieser Fluchtversuche wurden die Fenster zu den Wohnungen auf der Ostseite der Bernauer Straße nach und nach zugemauert, bis die Wohnungen im Jahre 1963 ganz abgerissen wurden.
Nichtsdestotrotz war die Strasse Schauplatz einer Reihe von erfolgreichen Fluchtversuchen durch unterirdische Tunnel. Auf diese Weise kamen mehr als 80 Menschen sicher über die Grenze nach West-Berlin.
Die Berliner Mauer-Gedenkstätte finden Sie auf dieser Straße, am Anfang zur Swinemünder Straße. Es widmet sich den zehn Menschen, die in dieser Strasse ihr Leben verloren. Sie finden hier auch ein "Dokumentationszentrum", welches über die Geschichte der Straße erzählt. Eintritt zum "Dokumentationszentrum" ist kostenlos.
Am Einfachsten erreicht man die Bernauer Straße entweder mit der S1 oder S2 bis Nordbahnhof oder mit der U8 bis Bernauer Straße. Interessanterweise war diese Station früher ein "Geisterbahnhof", da die Station mit Lage in Ostberlin geschlossen wurde, als die Mauer gebaut wurde. Während der Zeit der Mauer fuhren Züge aus dem Westen durch die Station, durften aber niemals anhalten.
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