Das Amstelkring Museum, auch als "Unser Herr, im Dachgeschoss" (Ons' Lieve Heer op Solder) bekannt, war einst eine geheime Gebetsstätte für katholische Gläubige. Es wurde in jener Zeit gegründet, als der katholischen Glaube in Amsterdam unterdrückt wurde und die neu gegründete Evangelische Kirche durch die Reformationszeit an Popularität und Akzeptanz gewinnen konnte.
Im Jahre 1578, als katholische Messen verboten wurden, konnten viele Katholiken nicht mehr offen ihren Gottesdienst besuchen. Sie wurden somit gezwungen, ihre Gottesdienste heimlich abzuhalten, was dazu führte, dass einige von diesen geheimen Kirchen gebaut wurden. Viele der lokalen niederländischen Protestanten tolerierten dies jedoch und ignorierten die katholischen Praktiken.
Das Museum befindet sich im Rotlichtviertel von Amsterdam und ist eines der am besten erhaltensten Gebäude seiner Art. Es war ursprünglich das Haus von einem reichen katholischen Kaufmann namens Jan Hartman. Dieser begann in 1661 seinen Dachboden in eine katholische Kirche umzuwandeln. Er nahm auch die oberen Etagen der beiden angrenzenden Häuser in diese Struktur auf. Der Rest des Hauses wurde von ihm bewohnt. Diese Bereiche sind ebenfalls Teil des Museums.
Viele der ursprünglichen Eigenschaften wie große Eichenbalken, dunkle niederländische Möbel, Fliesen, Porzellan, Gemälde und Skulpturen wurden gut erhalten. Es gibt auch eine große Sammlung an Silber.
Besucher haben über eine Reihe von steilen Treppen Zugang zum Dachgeschoss, dass sich auf der dritten Etage befindet. In den Dachböden angekommen, werden Sie von der Pracht und dem Ambiente des Innenraums überwältigt sein. Die Räumlichkeiten sind reich verziert und beinhalten einen schönen Barock-Altar, religiöse Artefakte und eine herrliche Orgel aus dem Jahr 1794. Es ist außerdem noch genug Platz für eine Galerie vorhanden.
Die ursprüngliche Kirche im Dachboden war nicht ganz so groß. Ein Umbau fand im 18. Jahrhundert statt, als zusätzliche Funktionen, wie die Orgel und die oberen Galerien hinzugefügt wurden.
In der unteren Ebene des Hauses befinden sich auch einige wunderbare stattliche Zimmer. Die Haupthalle hat einen auffallenden Marmorboden und detailliert gemalte und getäfelte Decken. An der Wand hängt ein großes Bild, dass die Darstellung Jesu im Tempel zeigt. Die Küche ist ebenfalls gut erhalten und hat sehr interessante Boden-und Wandverkleidungen aus Delft-Fliesen.
Obwohl das Haus heute ein Museum darstellt, wird es immer noch als Gebetshaus verwendet und kann bis zu 150 Personen beherbergen. Es finden hier auch Konzerte statt. Das Museum ist bei Touristen sehr beliebt. Es werden auch Führungen angeboten. Diese müssen jedoch vor Ihrem Besuch angemeldet werden.
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